Anna Hoffmann - Teamentwicklung - Outdoor-Training - Organisationsberatung - Soziologische Forschung Anna Hoffmann - Teamentwicklung - Outdoor-Training - Organisationsberatung - Soziologische Forschung - Forschungsinteresse
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2020-2023

Von 2020 bis 2023 war ich assoziierte Partnerin im BMBF-geförderten Forschungsprojekt "UMDIA - Unterbrechungsmanagement in digital gerahmter Interaktionsarbeit". Im Beirat konnte ich das Forscher*innenteam in ihrem Forschungsprozess begleiten und durfte mich auf Veranstaltungen vom Fortgang des Forschungsprozesses sowohl inspirieren lassen als auch an Diskussionen beteiligen.

Beobachtet und erforscht wurden mehrere Unternehmen aus verschiedensten Dienstleistungsbereichen, deren Mitarbeiter*innen mit Kund*innen in digitalen Kontexten interagieren. Dabei war es sehr spannend zu sehen, dass sowohl in klassischen IT-Bereichen(Softwareentwickung und Fabrikplanung), wie auch in originär nicht digitalen Arbeitszusammenhängen (Einzelhandel und stationäre Krankenpflege) digitale Medien für Unterbrechungen sorgen, die den Arbeitsfluss, wie er sich aus Sicht der Beschäftigten und Kund*innen vielleicht optimal darstellen würde beeinflussen. Diese Unterbrechungen kristallisierten sich als zum Teil störend, wie auch als hilfreich  heraus. - Und es war faszinierend, zu erfahren, wie Mitarbeiter*innen und Kund*innen für Lösungen sorgen, um diese Unterbrechungen zu managen.

Entwickelt wurden in allen Bereichen auch Gestaltungsmaßnahmen, um die Unterbrechungen wahrzunehmen, zu kategorisieren und schließlich bewusster "an einen geeigneten Platz" zu verweisen.

Nachzuschlagen sind sowohl Projekt-Belange, wie auch die daraus entstandenen Publikationen unter www.unterbrechungen-bei-interaktionsarbeit.de. 

Ich danke dem Team der Kolleg*innen sehr für den gewinnbringenden Austausch!

 

2015-2018

Im Projekt "PräFo - Prävention von Belastungen bei formalisierter Arbeit" - www.arbeit-form-zukunft.de - war ich als Praxispartnerin beteiligt. In dieser Funktion konnte ich an Tagungen und Sitzungen des wissenschaftlichen Teams teilnehmen, um in Diskussionen auch meine Perspektive aus der praktischen Arbeit mit Teams und Organisationen zu den jeweiligen Zwischenergebnissen zur Verfügung zu stellen. Natürlich habe ich ebenso vom Einblick in die laufende Forschung sehr profitiert.

Im 2020 erschienenen Abschlussband, sowie in der 2. Auflage von 2025 ist auch ein Artikel von mir veröffentlicht: 

Hoffmann, A. (2025). Selbstorganisation, Team- und Netzwerkarbeit – Bringt Agilität Neues oder eine Reformulierung des Alten? In: S. Porschen-Hueck, M. Jungtäubl, M. Weihrich „Agilität? Herausforderungen bei selbstorganisierter Arbeit“. Nomos, Baden-Baden. 2. Auflage. S. 101ff.

Das Team aus Sozialwissenschaftler*innen und Praktiker*innen  beleuchtete die Themenschwerpunkte Interaktion und Innovation am Beispiel der stationären Krankenpflege und der agilen Software-Entwicklung im Spannungsfeld zwischen eigenverantwortlichem Handeln und formalisierten Rahmenbedingungen. Im Fokus der Ergebnisse standen Konzepte zur Prävention von Belastungen der Beschäftigen und eine Formulierung von Gestaltungsgrundsätzen für "gute Arbeit". 

Die Homepage des Projekts bietet immer noch hilfreiche Informationen: www.arbeit-form-zukunft.de. Viel wichtiger ist jedoch die Veröffentlichung des Verbundprojekts. Der Titel der ersten Auflage lautete: „Agilität? Herausforderungen neuer Konzepte der Selbstorganisation“. In der zweiten überarbeiteten Auflage bekam auch der Sammelband einen noch greifbareren Titel, bei dem der Arbeitskontext stärker hervorgehoben wird: Porschen-Hueck, Stephanie; Jungtäubl, Marc; Weihrich, Margit (2025): „Agilität? Herausforderungen bei selbstorganisierter Arbeit“.  Nomos, Baden-Baden. 2. Auflage.

2008-2012

 

Von 2008 bis 2012 war ich selbst als Wissenschaftliche Mitarbeiterin für ein Forschungsprojekt zur Dienstleistungsforschung an der TU Chemnitz in Teilzeit angestellt. Die Homepage bietet Einblicke in das Verbundprojekt: www.interaktive-arbeit.de.

Nach vierjähriger Forschungsarbeit transferiere ich die Erkenntnisse aus dem Projekt weiterhin als Beraterin in die Praxis.

Unter dem Titel "PiA - Professionalisierung interaktiver Arbeit", untersuchten wir, welche Faktoren auf die Zusammenarbeit von Dienstleistungsfachkräften und Kunden unter aktuellen Bedingungen Einwirkung haben.  Denn durch technische Entwicklungen und neue Strategien der Unternehmen, z.B. Arbeitsschritte auf die Kunden auszulagern (wie etwa beim Kauf von Fahrkarten am Automaten), entstehen ganz neue Anforderungen für die Kunden, aber auch für die Beschäftigten. So haben sich auch die Bedürfnisse der Dienstleistungsnehmer durch Technologien und z.T. hochmobile oder flexible Lebenskonzepte sowie durch berufliche Anforderungen grundlegend geändert (wie z.B. der Wunsch, nicht vor 18 Uhr sämtliche "Behördengänge" gemacht haben zu müssen). Wir befragten in unserem Projekt sowohl die Unternehmens- und Beschäftigtenseite, wie auch die Kundenseite. Dabei untersuchten wir verschiedenste Dienstleistungsunternehmen um eine zeitgenössische und aktuell angemessene Dienstleistungsqualität (neu) zu definieren.

Das Projekt wurde finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Im Rahmen der Forschungsarbeiten wurden auch Gestaltungsmaßnahmen zur Verbesserung der Interaktion zwischen Kunden, Dienstleistungsfachkräften und den jeweiligen Unternehmen entwickelt. Als Kooperationspartner beteiligten sich an unserem Forschungs- und Gestaltungsvorhaben drei sehr unterschiedliche Dienstleistungsunternehmen: Die Accor Hotellerie Deutschland GmbH, die Arbeiterwohlfahrt Bezirk Oberbayern und die Deutsche Bahn AG. Die TU Chemnitz arbeitete mit drei weiteren Forschungseinrichtungen zusammen (Universität Augsburg, Fachhochschule Aalen und Institut für sozialwissenschaftliche Forschung München (ISF)

Die Forschungsarbeiten und auch die Ergebnisse, die in eine breite Öffentlichkeit transportiert werden,  sind nicht nur für das BMBF und die beteiligten Unternehmen gewinnbringend, sondern auch für interessierte Unternehmen, die in der Praxis tagtäglich mit eigenen Kunden zu tun haben und die Kooperation mit ihren Kunden verbessern wollen.

Interaktion ist nicht nur in der Dienstleistungsbranche ein wichtiges - wenn nicht das grundlegende - Element einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Deshalb profitieren auch meine Kunden sowie zukünftige Projekte zur Organisations- und Teamentwicklung von meiner Tätigkeit in diesem Forschungsprojekt.

 
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